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Technologien 2017-09-18T08:33:29+00:00

Am Max-Planck Institut für extraterrestrische Physik und anschließend in der terraplasma GmbH wurden verschiedene Basistechnologien zur Erzeugung von kaltem atmosphärischem Plasma für Anwendungen in den unterschiedlichsten Bereichen entwickelt.

Folgende Basistechnologien werden derzeit in der terraplasma GmbH verwendet und weiterentwickelt:

Magnetisch Organisierte Plasmaschichttechnologie

Mehr Informationen zu dieser Technologie erscheinen bald.

Mikroplasmatechnologie

Die am Max-Planck Institut für extraterrestrische Physik entwickelte und extensiv getestete, sogenannte Mikroplasmatechnologie (engl.: Surface Micro-Discharge (SMD) Technology) ermöglicht die Herstellung von kostengünstigen, flexiblen und skalierbaren Elektroden [Morfill et al. NJP 2009].

Der Aufbau dieser SMD-Elektroden setzt sich zusammen aus

  • einer durchgängigen Elektrode,
  • einer isolierenden Schicht
  • sowie einer geerdeten strukturierten Elektrode.

Durch Anlegen einer Hochspannung erzeugen Mikroentladungen mit einer Ausdehnung von einigen wenigen Millimetern das Plasma oberhalb der strukturierten Elektrode (Patent „Electrode arrangement for generating a non-thermal plasma“ in Japan, Patentanmeldung „Electrode arrangement for generating a non-thermal plasma“ in Europa, USA und China).

Die SMD-Technologie erlaubt somit durch ihre Flexibilität und Skalierbarkeit die Entwicklung von einerseits kleinen, handlichen, batteriebetriebenen Geräten und anderseits von großflächigen Elektroden für die Behandlung umfangreicher Areale oder Volumina. Die Größe kann somit Ihren Wünschen individuell angepasst werden.

Mittlerweile sind wir zudem in der Lage, dünne Plasmaschichten – sogenannte Dünnschichtelektroden – anzufertigen, die mit geringen Spannungen betrieben werden können und folglich die Miniaturisierung vereinfachen. Mit dieser Technologie können innovative sowie kosteneffiziente Produkte für die professionelle Anwendung und den Endverbraucher entwickelt werden. (Patentanmeldung „Elektrodenanordnung und Plasmaquelle zur Erzeugung eines nicht-thermischen Plasmas sowie ein Verfahren zum Betreiben einer Plasmaquelle“ in Deutschland)

Mikrowellenplasmatechnologie

Die Mikrowellenplasmatechnologie wurde am Max-Planck Institut für extraterrestrische Physik entwickelt und wird nun in der terraplasma GmbH verwertet.

Die Mikrowellenplasmatechnologie wird zur Erzeugung eines klinischen Argon-Plasmas verwendet, das in Studien an chronischen und akuten Wunden, sowie an verschiedenen Hauterkrankungen untersucht wurde. terraplasma GmbH hat die Mikrowellenplasmatechnologie derzeit an die Firma Adtec Ltd. auslizensiert. Adtec Ltd. vertreibt das Kaltplasmagerät SteriPlas – das die Mikrowellenplasmatechnologie verwendet – an Wundzentren und Kliniken.

Venturiplasmatechnologie

Es ist verhältnismäßig aufwendig, Plasmen bei hoher Strömungsgeschwindigkeit in der Umgebungsluft zu zünden. Andererseits gibt es eine Reihe von Anwendungen – z.B. bei der Desinfektion von Endoskopen oder von Druckschläuchen – bei denen genau dieses erforderlich bzw. wünschenswert ist. Deshalb wurde ein physikalisches Prinzip für eine neuartige Plasmaquelle entwickelt, das diese Schwierigkeit elegant umgeht – das sogenannte „Venturi Prinzip“. Die Luft wird dabei durch eine speziell geformte Düse geleitet und erzeugt in einem bestimmten Hohlraum einen Unterdruck ohne Luftströmung. In diesem Hohlraum wird das Plasma sehr viel leichter und kostengünstiger gezündet. Das Plasma diffundiert in die strömende Luft hinein und kann alle Regionen stromabwärts desinfizieren [Patent „Plasma source“ in Japan und USA; Patentanmeldung „Plasma source“ in Europa].

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