Medizintechnik

Wundbehandlung 

• Unter der Leitung des Max-Planck Instituts für extraterrestrische Physik in Kooperation mit dem Städtischen Klinikum München, dem Universitätsklinikum Regensburg, Adtec Ltd. und terraplasma GmbH wurde die weltweit erste und größte klinische Studie mit kaltem Plasma zur Behandlung von chronischen Wunden und Hauterkrankungen durchgeführt. 

• Diese klinische Studie mit 379 Patienten und >3000 Plasmabehandlungen lieferte für chronische/akute Wunden und Hauterkrankungen (Herpes Zoster, Hailey-Hailey, atopische Ekzeme, etc.) folgende Ergebnisse:

- Signifikante Reduktion der Bakterien (unabhängig von der Spezies und dem Resistenzlevel gegenüber Antibiotika) in mit Plasma behandelten chronischen Wunden im Vergleich zu den unbehandelten Kontrollwunden [Isbary et al. BJD 2010, Isbary et al. BJD 2012]

- Schnellere und bessere Wundheilung in chronischen und akuten Wunden [Isbary et al. CPMJ 2013,  Heinlin et al. Wound Rep. Reg. 2013]

- Schnellere Abheilung der Läsionen (Herpes Zoster, Hailey-Hailey und atopische Exzeme) [Isbary et al. Archiv. Dermatol. 2011, Isbary et al. CPMJ 2014]

- Reduktion des akuten Schmerzes [Isbary et al. New Microbes and New Infections 2014].

Diese Ergebnisse sind zusammenfassend in dem Abschlussbericht der klinische Studie dargestellt (Abschlussbericht der klinischen Studien D  PDF).

• Das Plasmagerät („MicroPlaSter“ - jetzt „SteriPlas“), mit dem diese klinische Studie durchgeführt wurde, befindet sich seit August 2015 auf dem Markt und wird von unserem Kooperationspartner und Lizenznehmer - der Firma Adtec Ltd. - hergestellt und vertrieben [Patent „Plasma source“ in Europa, USA und Russland]. 

• terraplasma GmbH verfolgt nun die Entwicklung eines neuartigen Medizinproduktes zur Behandlung von chronischen Wunden mit den folgenden Eigenschaften: klein, handlich, batteriebetrieben, keine Schläuche/Kabel/Patientensonden, Einhand-Betrieb, große Behandlungsfläche, nachgewiesene Sicherheit (durch in vitro und ex vivo Untersuchungen) [Patent „Electrode arrangement for generating a non-thermal plasma“ in Japan; Patentanmeldung „Electrode arrangement for generating a non-thermal plasma“ in EU, USA und China; Patentanmeldung „Appliance for at least partially sterilizing a contaminated surface“ in USA and EU; Patentanmeldung „Device and method for the plasma treatment of surfaces and use of a device“ in USA und EU; Patentanmeldung „Elektrodenanordnung und Plasmaquelle zur Erzeugung eines nichtthermischen Plasmas sowie ein Verfahren zum Betreiben einer Plasmaquelle“ in Deutschland].

 

 

 

Medizintechnik/

Plasmagerät "SteriPlas"

Desinfektion/Sterilisation von dentalen Instrumenten bzw. Endoskopen 

• Mittels der SMD-Technologie können skalierbare und zudem flexible Plasmaelektroden entwickelt werden.

• In einer Projektstudie zur Desinfektion/Sterilisation von dentalen Instrumenten wurde ein Funktionsmuster bestehend aus mehreren zylindrischen SMD-Elektroden entwickelt.

• Mittels geeigneter Luftzufuhr können die von der Elektrode produzierten Plasmaspezies durch die feinen Kanäle und Hohlräume der Instrumente geleitet werden und diese desinfizieren bzw. sterilisieren.

• Die Validierung dieser Methode wurde bei zertifizierten, externen Dienstleistern bestätigt. Die Ergebnisse zeigten eine Reduktion von Enterococcus faecium um 99,9999% in den feinen Kanälen und Hohlräumen von verschiedenen dentalen Instrumenten.

 

 

 

Medizintechnik/

 

Sterilisation von thermolabilem Equipment 

• Basierend auf der SMD-Technologie können großflächige und zudem eingekapselte Plasmaelektroden entwickelt werden.

• In einem von terraplasma GmbH entwickelten Funktionsmuster konnte gezeigt werden, dass eine Sterilisation - d.h. eine Reduktion von z.B. Geobacillus stearothermophilus um 99,9999% - innerhalb kurzer Behandlungszeiten von weniger als 5 min möglich ist.

• Untersuchungen zur Skalierbarkeit zeigen, dass die Entwicklung von großen Kammern mit großflächigen Elektroden zur Sterilisation von größerem temperaturlabilem Equipment möglich ist.

 

 

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